Löwenzahnhonig

okay okay okay…eigentlich Sirup. Aber die Bienen arbeiten da kräftig mit und die goldgelbe Farbe ist eben wie Honig und so süüüüüß ist er auch.

Ja, und wenn du lieber Löwenzahnsirup sagst – völlig OK.

Hier ein Blick auf meine ganz persönliche Löwenzahn-Blumen-Wiese:

so bunt- Gänseblümchen, Klee, Gundelrebe- alle vereint <3 – schööön gell?

Blüht sie nicht herrlich, die Wiese? Definitiv kein englischer Rasen sondern eine Bienenpracht. Es summt und brummt den ganzen Tag. Und da soll noch jemand sagen, Löwenzahnhonig hat nichts mit Bienen zu tun… Und genau deshalb ernte ich nicht alles – sondern lasse immer einen großen Teil stehen…und wenn dann der Rasenmäher doch mal kommt, lässt Robert immer ein paar Flecken stehen… soooo schööön <3

Löwenzahn ist die perfekte Pflanze im Frühling. Nicht nur weil sie so herrlich blüht. Man kann auch die Blätter genial verwenden – und im Frühling sind sie herrlich zart und mild.

Löwenzahn ist von der Wirkung, der Temperatius warm (sekundär kalt) und trocken im 2. Grad. Genial für den Jahresbeginn – Löwenzahn reinigt und öffnet hervorragend, wirkt auf Leber, Galle, Niere, Milz, Bauchspeicheldrüse, Magen, das Porengangsystem und das Lymphsystem. Löwenzahn verbessert durch seine Wirkung auf die Leber den kompletten Stoffwechsel.

Im Winter hat sich einiges an Phlegma angesetzt – ja egal, ob du dich als Sanguiniker, Choleriker, Melancholiker oder als Phlegmatiker siehst. Phlegma ist im Winter einfach vorherrschend und in allen Konstitutionen gegeben. Einer braucht es mehr, der andere weniger. und daher sind auch Frühjahrskuren optimal – vor allem jene mit Frühlingskräutern wie dem Löwenzahn. Durch den bitter-salzigen Geschmack wird der Flüssigkeitsumsatz erhöht und alles Festgesetzte löst sich nach und nach und wird ausgetrieben. Also immer wieder an einem Löwenzahnblatt knabbern – hilft speziell dem Choleriker, und auch dem Phlegmatiker recht gut… oder einen Frühlingskräutersalat naschen.

Eine angenehme Süße hat der Löwenzahnhonig – Sanguiniker und Melancholiker werden ihn lieben…und der Phlegmatiker sagt auch nicht nein. Und wenn man ihn richtig zubereitet hat Löwenzahnhonig auch die notwendigen Bitterstoffe: Deshalb nicht nur die Zungenblüten verwenden, sondern auch den Blütenkopf – und ein paar Blätter sowie Wurzeln mit dazu. Noch besser.

Ernten: bitte an einem sonnigen, trockenen Vormittag – so kurz vor Mittag. Dann sind die Duftstoffe am besten…. UND sofort verarbeiten.

So geht´s: Löwenzahnhonig

Ca. 100-150 g Löwenzahn in 700 g Wasser auf 80°C erhitzen. In eine verschließbare Schüssel umfüllen und 24 Stunden ziehen lassen – das wird ein richtig kräftiger Löwenzahntee.

Von dem Löwenzahntee kannst du gleich ein Schluckerl trinken… das wirkt! Besonders empfehlenswert für den Phlegmatiker …das bringt dich in Schwung.

Dann abseihen und den Löwenzahn kräftig ausdrücken. Die entstandene Flüssigkeit kochst du mit 1000 g Rohrohrzucker, etwas Vanillezucker und einer Prise Salz kräftig dick ein …das dauert …und schäumt. Daher immer wieder rühren und einen großen Topf verwenden, damit nichts überkocht.

Gegen Ende der Kochzeit gibst du dann noch 60-80 g frisch gepressten Zitronensaft (Saft von 2 Zitronen) dazu und lässt es nochmals kräftig kochen.

Damit die Konsistenz von Honig erreicht wird, kocht das schon ca. 2 Stunden…also nicht entmutigen lassen. Rechtzeitig die Gläser gründlich reinigen und dann den heißen Honig bis knapp unter den Rand einfüllen. Schauen ob der Glasrand sauber ist und sofort verschließen.

Genuss pur: am Sonntagsstriezel, Butterbrot, über Obstsalat – oder mit warmem Wasser verdünnt. Durch den Zucker und den Zitronensaft werden die Inhaltsstoffe besonders gut aufgenommen. Aber bitte nicht übertreiben – zu viel von süß ist dann auch wieder nix – ganz nach Paracelsus: “Die Dosis macht das Gift”

Also ran an die Blumenwiese und vernaschen! … aber genügend für die Bienen stehen lassen!

Herzliche Grüße

Michi

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